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Overview
Üblicherweise erwarten wir, dass sich unser Wissen über Sprache in Form von Begriffen und Theorien zu manifestieren hat. Es wird gezeigt, dass sich auch in Erzählungen über Sprache ein Wissen von Sprache objektivieren lässt, das sehr fundamentale anthropologische, kulturhistorische und zeichentheoretische Aspekte der Sprache sichtbar zu machen vermag.Synopsis
Die Interpretationen zu Geschichten über Sprache aus drei Jahrtausenden zeigen, dass sich unser Denken und Wissen über Sprache nicht nur begrifflich in Form von Theorien konkretisieren lässt, sondern auch narrativ in Form von Erzählungen. Die narrative Objektivierungsweise hat gegenüber der begrifflichen ganz bestimmte Vorteile. Wir lernen die Sprache nicht in methodisch motivierten abstrakten Vereinfachungen kennen, sondern in konkreten kognitiven und kommunikativen Handlungszusammenhängen. Dadurch tritt sie für uns als ein sehr komplexes Phänomen in Erscheinung, das nicht leicht auf Begriffe zu bringen ist. Geschichten über Sprache fordern deshalb nicht nur unser allgemeines sprachtheoretisches Sinnbildungsvermögen heraus, sondern auch unsere hermeneutische Kraft, ihren kulturgeschichtlichen Stellenwert adäquat einzuschätzen.